Willkommen bei Ofek
Seit zehn Jahren ist im Rahmen von Ofek eine Gruppe von Jüdinnen und Juden der Region Basel unterwegs zu neuen Horizonten. Geboren aus der Wut und der Empörung, verwandelte sich Ofek rasch in eine positive Kraft, die den Boden für ein pluralistisches, aufgeschlossenes Judentum urbar machte.

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Jubiläumspublikation «Den Horizont im Blick. Zehn Jahre Ofek»

Hg. von Ofek, Basel 2009, 160 Seiten, CHF 18.-- (zuzüglich Versandspesen CHF 5.-)  ISBN 978-3-033-01941-6

Unterschiedlichste Menschen haben bei Ofek eine geistige Heimat und ein soziales Umfeld gefunden, vertiefen ihr jüdisches Wissen und gestalten gemeinsam egalitäre Gottesdienste. In der Jubiläumspublikation «Den Horizont im Blick - zehn Jahre Ofek» erzählen sie von ihren Hoffnungen, Wünschen und Visionen. Eine Auswahl von Diwrei Tora (Kommentare zum Tora-Wochenabschnitt) zeigt ihre Kreativität in den Gottesdiensten. Auch das politische Ringen um einen Platz in der Israelitischen Gemeinde Basel wird nachgezeichnet. Und schliesslich denken Exponentinnen und Exponenten in und um Ofek über Pluralismus und Toleranz nach und suchen nach Lösungen für die Zukunft. Eine Festschrift - so bunt und vielfältig, kritisch und kreativ wie Ofek.


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Ofek, Postfach, 4003 Basel 3 

Die Radiosendung vom 29.09.09 im Regionaljournal Basel: HIER   

Die Diksussionsprotokolle vom 10.05.09 als PDF: HIER

                                                                                                                                                

 
OFEK

Ofek ist ein Verein für Mitglieder der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) und weitere Interessierte. Ofek hat sich im Herbst 1998 gebildet mit dem Ziel, das jüdische Leben in Basel aktiv mitzugestalten und das bestehende Angebot in der Gemeinde zu ergänzen. Die folgenden Leitlinien sind zwischen Sommer 2000 und Sommer 2002 entstanden.

1.  Pluralismus
Die Vielfalt des Judentums ist eine Stärke, zu der sich Ofek bekennt.
Auf Tora, Talmud, Halacha, Minhag, Tradition, Geschichte, Wissenschaft und Kultur gründet sich jüdisches Leben unterschiedlicher Prägung. Ein Normativ dagegen führt zwangsläufig zur Bildung eines Zentrums und einer Peripherie, was immer auch Monopol und Ausgrenzung bedeutet. Dies steht im Widerspruch zu Klal Israel, zur Gesamtheit Israels.

2.  Auseinandersetzung mit dem Judentum
Die Bewahrung der jüdischen Tradition mit ihren ethischen Grundpfeilern erfordert auch eine Auseinandersetzung mit der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung. Ofek bietet allen Mitgliedern und Sympathisierenden Raum, sich mit dem Judentum von gestern und heute auseinanderzusetzen, sich jüdisches Wissen anzueignen, verschiedene Formen des Judentums zu leben sowie individuell und gemeinsam Themen rund um die jüdische Identität aufzugreifen und zu reflektieren. Ofek fordert auf zu individuellem und gemeinsamem Streben nach dem Verständnis des jüdischen Lebens.

3.  Offen gegenüber allen religiösen Richtungen des Judentums
Ofek ist gegenüber allen religiösen Richtungen des Judentums offen. Innerhalb des Vereins und seiner Arbeitsgruppen ist Platz für alle Jüdinnen und Juden mit ihren Partnerinnen und Partnern und Kindern.

4.  Gemeinsames betonen
Ofek versteht Tikun Olam (die Vervollständigung der Welt) unter anderem als Verpflichtung, innerhalb der jüdischen Gemeinschaft das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Ofek setzt sich ein für ein gemeinsames Handeln in politischen, kulturellen und religiösen Bereichen.

5.  Die Einheitsgemeinde fördert Dialog und Zusammenarbeit
Ofek bekennt sich zur Idee der Einheitsgemeinde. Die Strukturen der Einheitsgemeinde ermöglichen und fördern Dialog, Auseinandersetzung und Zusammenarbeit zwischen Jüdinnen und Juden unterschiedlicher religiöser Observanz und unterschiedlicher politischer Haltung.

6.  Die Einheitsgemeinde als öffentlich-rechtliche Körperschaft
Ofek versteht die Einheitsgemeinde in erster Linie als öffentlich-rechtliche Körperschaft, welche Jüdinnen und Juden jeglicher religiöser Observanz sowie Jüdinnen und Juden, welche sich als säkular verstehen, vereinigt. Daraus leitet sich die Verpflichtung der Einheitsgemeinde ab, alle Mitglieder gleich zu behandeln und ihnen die Möglichkeit zu geben, gemäss ihren Vorstellungen jüdisches Leben im Rahmen der Gemeinde zu verwirklichen. In einer Einheitsgemeinde ist es allen Mitgliedern möglich, ihre religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Anlässe durchzuführen.

7.  Dieselben Rechte und Pflichten für alle
Alle Aktivitäten von Ofek streben die Verwirklichung der oben genannten Ziele innerhalb der Einheitsgemeinde IGB an. Ofek wehrt sich gegen Bestimmungen und Statuten der Gemeinde, welche eine Gruppe von Gemeindemitgliedern gegenüber anderen bevorzugt oder diskriminiert.

8.  Vernetzung
Ofek pflegt Kontakte zu ähnlichen jüdischen Vereinen und Organisationen in Europa und ganz besonders im deutschsprachigen Raum.
 


Der Vorstand von Ofek, Juni 2002