Jahresbericht 2004


1. Ofek und IGB
2. Gottesdienste
3. Lernen
    3.2. Schiurim, Vorträge und Workshops  
    3.1. Lerntag Jom Ijun




1. Ofek und IGB
Im Berichtsjahr konzentrierten sich die Tätigkeiten in diesem Bereich auf die Mitarbeit einer Vertretung des Ofek-Vorstandes (Catherine Fürst) in der neu gebildeten Zukunftskommission (ZUKO) der IGB. Der vorgegebene Rahmen - Halacha nach Definition einer orthodoxen Gemeinde - setzte von vorne herein klare Grenzen in Bezug auf Visionen von Ofek. Der Bericht der ZUKO zuhanden der Gemeinde wurde im April 2005 publiziert.

 

2. Gottesdienste
Im Vereinsjahr 2004 fanden elf Gottesdienste statt, acht an einem Freitagabend, drei an einem Schabbat- oder Feiertagmorgen. Das Dwar Tora, der Kommentar zum jeweiligen Wochenabschnitt, wurde sowohl für Freitagabend als auch für Schabbatmorgen von verschiedenen Teilnehmenden vorbereitet. Auch das Leinen, das Lesen aus der Tora, wurde von verschiedenen Männern, Frauen sowie auch Jugendlichen gestaltet.
Ofek heisst weiterhin Interessierte, insbesondere auch Jugendliche, zur Gestaltung des Gottesdienstes willkommen. Seit sich Ofek im Frühling 1999 zum ersten Mal getroffen hatte, hat Marcel Lang die Gottesdienste geprägt.Zum einen hat er die überwiegende Mehrheit der Gottesdienste geleitet, zum anderen hat er uns, beispielsweise in zahlreichen Schiurim sowie mithilfe einer CD, das Know-how zur Gestal-tung von Gottesdiensten vermittelt. Seit Mitte 2004 ist Marcel Lang als Chasan/Vorbeter der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich tätig. Seinem jahrelangen Einsatz und seiner spürbaren und ansteckenden Freude am Gottesdienst sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.
Für die Vorbereitung und Organisation der Gottesdienste ist eine Arbeitsgruppe mit Isaak Eshkol, Bracha Goldberger, Orah Mendelberg, Valérie Rhein und Emily Silverman zuständig. Seit Herbst 2004 wird die Arbeitsgruppe von Orah Mendelberg geleitet. In der zweiten Jahreshälfte 2004 haben Daniel Goldberger, Valérie Rhein und Emily Silverman die Gottesdienste gestaltet.
Zum Plaudern und Verweilen laden die reichhaltigen Kidduschim im Anschluss an die Gottesdienste ein, die wiederum von Corinne Kind Hofmann, Fränzi Weinberger und Brigitte Spielmann vorbereitet wurden. Im Dezember haben sie Verstärkung erhalten: Rahel Plietzsch und Rebecca Binder sind seither für die Vorbereitung der Kidduschim zuständig.
Zum festen Jahresprogramm gehören inzwischen auch die Freitagabend-Essen im QuBa. Anlässlich von Jom Ha'azmaut im April und von Chanukka im Dezember nahmen jeweils rund 100 Personen daran teil. Für die kulinarische Seite war wiederum Smadar Heid verantwortlich, die an beiden Aben-den mit einem reichhaltigen, schön präsentierten und ausgezeichnet schmeckenden milchigen Buffet aufwartete. Sämtliche Gottesdienste, Kidduschim und Freitagabendessen haben 2004 im Quartierzentrum QuBa an der  Bachlettenstrasse stattgefunden. Der seit 2002 bestehende Mietvertrag mit dem QuBa er-möglicht uns die regelmässige Nutzung der schönen und gut gelegenen Räumlichkeiten sowie die Lagerung unserer Siddurim und Chumaschim, unserer Torarolle sowie des Kiddusch-Materials im abschliessbaren Keller.

3. Lernen

3.1 Schiurim, Vorträge und Workshops
Der im November 2003 begonnene Schiurzyklus "Persönlichkeiten aus dem Tenach und der nach-biblischen
jüdischen Geschichte" (Schiurim, Workshops und Vorträge) wurde 2004 fortgesetzt. Zehn Referierende aus Basel und Zürich haben verschiedenste Persönlichkeiten vorgestellt: Rabbi Meir und Bruria (Dr. Susanne  Plietzsch), Abraham Geiger (Prof. Alfred Bodenheimer), Kain (Meret Gutmann), Tamar (Yvonne Bollag),
Ruth (Ruth Nordmann), Elijahu (Rabbiner Michael Goldberger), Jona (Orli Herz), Jacques Derrida (Dr.  Alexandra Stäheli), Sigmund Freud (Henri Dreyfus) und Es-ther (Eva Pruschy).

3.2 Lerntag Jom Ijun
Zu den Zielen von Jom Ijun gehört es, Leute mit unterschiedlichen Interessen und unterschiedlichem
Vorwissen zu einem gemeinsamen Lernen rund um jüdische Themen zusammenzuführen. Der integrative und
verbindende Charakter von Jom Ijun ist ein wesentliches Merkmal der Veranstaltung. Er basiert auf
einer Idee von Limmud (vgl. www.limmud.org) in England, wo jedes Jahr Ende Dezember rund 2000 Männer, Frauen und Kinder aus allen jüdischen Richtungen zu einem fünftägigen "Lernhappening" zusammenkommen. Das Thema "Jüdische Identität" stand im Mittelpunkt des vierten Lerntags Jom Ijun, der am Sonntag, 14. November 2004 in den Räumlichkeiten der Israelitischen Gemeinde Basel IGB stattgefunden hat.
Jom Ijun wird seit 2001 in Zusammenarbeit von Ofek und der IGB organisiert. Über 180 Erwachsene und  Jugendliche aus Basel, Zürich, Bern und weiteren Ortschaften besuchten an Jom Ijun 2004 bis zu drei
Veranstaltungen à eineinhalb Stunden und konnten sich dabei jeweils für eines von drei bis fünf verschiedenen Angeboten entscheiden. Der Lerntag wurden von elf Referentinnen und Referenten gestaltet: Zvi Bebera (Basel), Rabbiner Arie Folger (Basel), Ruth Gellis (Zürich), Rabbiner Michael Goldberger (Zürich), Orli Herz-Sharbatov (Basel), Sara Kviat Bloch (Bern), Michel Monheit (Strassburg), Henri Mugier (Bern), Dr. Erik Petry (Basel), Dr. Susanne Plietzsch (Basel), Prof. Alice Shalvi (Jerusalem). Das Programm sowie Protokolle der einzelnen Veranstaltungen befinden sich auf der Homepage von Jom Ijun (www.jomijun.ch).
Jom Ijun findet auch 2005 wieder statt, und zwar am Sonntag, 20. November zum Schwerpunktthe-ma "Tra-
dition, Innovation, Kontinuität".


Für den Vorstand des Vereins Ofek:

Valérie Rhein     Catherine Fürst
Präsidentin         Vizepräsidentin



Basel, 10. Mai 2005

Jahresbericht 2004 (doc, 67KB)