Schiurim 2010 IV: "Propheten"
Der Tanakh ist in drei Bereiche unterteilt: Tora, Propheten und Schriften. Während die Tora fortlaufend über das Jahr verteilt im Gottesdienst gelesen wird, lesen oder hören wir aus den Prophetenbüchern nur ausgewählten Passagen als Kommentare zum Wochenabschnitt. Auch wird der Text der Tora, wie auch die Torarolle als Gegenstand, mit grösserer Ehrfurcht behandelt als die Prophetenbücher. Anderer­seits sind manche Propheten als unbequeme und kritische Vertreter ihrer Zeit bekannt geworden – und nicht zuletzt kennt die biblische und jüdische Tradition auch Prophetinnen, was manchmal vergessen wird. In drei Schiurim wollen wir uns den Propheten, den biblischen Erzählungen über sie und den ihnen zugeschriebenen Büchern zuwenden. Wir werden Texte diskutieren, etwas über ihre Entstehung und ihre traditionelle Interpretation erfahren, und sehen, wie wir sie heute lesen wollen. [PDF: HIER]

Dienstag, 10.08.2010 19:30 Uhr Kargerbibliothek Leimenstr. 24 Was bedeutet „Prophet (navi)“ oder Prophetie? Heisst das, die Zukunft vorhersagen zu können? Welche biblischen Gestalten werden als Propheten bezeichnet?
Dienstag, 31.08.2010 19:30 Uhr Kargerbibliothek Leimenstr. 24 Die biblischen Propheten haben mit Kritik und Auseinandersetzung zu tun – sowohl innerhalb als auch ausserhalb der israelitischen Gemeinschaft: Kritik an den Herrschenden, an Ungerechtigkeit und sozialen Missständen, aber auch an der Praxis fremder Kulte. Wie wollen wir mit diesem Thema heute umgehen?
Dienstag, 12.10.2010 19:30 Uhr Kargerbibliothek Leimenstr. 24 Zu jedem Wochenabschnitt aus der Tora gehört traditionell ein Abschnitt aus einem Prophetenbuch (Haftara). Zum Abschluss der Schiurim wollen wir einen Eindruck gewinnen, wie diese Abschnitte kombiniert wurden, so dass sie über die Zeiten hinweg in einen Dialog treten. Daraus können Anregungen erwachsen, selbst einmal ein Dvar Haftara zu verfassen. (Abschluss: Wie erstelle ich einen Kommentar zur Haftara)


Susanne Plietzsch, PD Dr.theol., Lehrbeauftragte für Jüdische Studien an der Uni Basel und Forschungsmitarbeiterin am Religionswissenschaftlichen Seminar der Uni Zürich. 
Den dritten Schiur vom 12.10.10 hält Edourd Selig, Bibliothekar der IGB.

 

 

 Rückblick auf frühere Schiurim

 

 
Schiurim 2010 III: "Tora und Gottesdienst"

Auf drei Dingen beruht die Welt, auf Tora, auf Gottesdienst und auf Wohltätigkeit (Meinung von Schimon dem Gerechten, Pirqe Avoth 1,2).  An zwei Abenden stellen wir das Thema „Gottesdienst“ ins Zentrum und an einem weiteren Abend das Thema „Tora“: 

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Schiurim 2010 II: "Zion, im Traum sah ich dich"

Zum 150. Geburtstag von Theodor Herzl (2. Mai 1860 - 3. Juli 1904)

„Zion, im Traum sah ich dich …“ so hat sich Bialik (1873-1934) in einem frühen Brief an seinen Freund J.Ch. Ravnitzki über die damalige schwärmerische und tränenreiche Zionspoesie geärgert und auch lustig gemacht: er könne sie schon nicht mehr anhören! Wenn das Stöhnen doch wenigstens aus einem realen Erleben Jerusalems herrühre …!

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Schiurim 2010 I: "Nichts Menschliches nenne ich mir fremd"
"Ich bin ein Mensch. Nichts Menschliches nenne ich mir fremd" (Terenz, Rom, 2. Jh v.d.Z.)
Das Judentum grenzt sich aufgrund der Tora in vielen Hinsichten von „Fremdem, Fremdartigen, Befremdlichen“ ab. Was galt und was gilt als fremd? In wie weit war und ist immer noch Abgrenzung von „Fremdem“ wesentlich für das Judentum? 
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Schiurim 2009 IV: Zion in Imagination und Realität

"Zion" ist in der Literatur durch Jahrhunderte hindurch ein Begriff, der mit starken Gefühlen gefüllt wird, ein Sammelbecken religiöser und nationaler Sehnsucht. Die folgenden zwei Schiurim zeigen, in welchem Mass zu ganz verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Lebenswelten das Bild Zions im Fokus des jüdischen Denkens steht und als geistiges Kontinuum der Geschichte Vergangenheit und Zukunft verbindet.

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Schiurim 2009 III: Vorbereitung auf die Hohen Feiertage

Schiurim mit Rabbiner Bea Wyler

  • Taschlich: Wir werfen unsere Sünden einfach weg
  • Apfel, Honig, Schofarblasen - was noch? Die Hohen Feiertage für Familien mit Kindern
  • Al Chet- Wir stellen eine moderne Fassung zusammen
  • Jom Kippur und das Goldene Kalb
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Schiurim 2009 II: Biblische Motive und Figuren in der Literatur

In der Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts gibt es eine Fülle von Werken, die sich biblischen Figuren und Motiven widmen. Was hat Schriftstellerinnen und Schriftsteller dazu bewogen, sich in ihren Romanen, Erzählungen und Gedichten mit alten biblischen Stoffen auseinanderzusetzen?

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Schiurim 2009 I: Die «Mischehe» gestern und heute
Moses hatte sich einst eine «Fremde» zur Frau genommen und mit ihr Kinder gezeugt, und die Könige David und Salomon haben es ihm gleichgetan. Waren diese Beziehungen frühe sogenannte «Mischehen»?
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Schiurim 2008 II: Das jüdische Religionsgesetz gestern und heute
"Keine Flexibilität kommt an jene der Halacha heran"

Das jüdische Religionsgesetz gestern und heute

Der ehemalige sephardische Oberrabbiner von Tel Aviv, Hayyim David Halevi, machte 1986 eine bemerkenswerte Äusserung zum jüdischen Religionsgesetz, der Halacha. Er sagte:
"Die Bezeichnung Halacha leitet sich ab von der Wurzel Hei - Lammed - Chaw [gehen]. Es bezeichnet etwas, das sich vom Anfang bis zum Ende fortsetzt, also das, was in Israel empfangen und übermittelt wird, vom Sinai bis hin zur Gegenwart. (...) Die Kontinuität der Gesetze war nur möglich, weil jeder Generation von Israels Chachamim [Weisen] die Erlaubnis übertragen wurde, unter Berücksichtigung von Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit ergeben haben, halachische Neuerungen einzubringen. Nur so war es für die Tora möglich, in Israel bestehen zu bleiben. (...) Wer denkt, dass die Halacha starr sei und wir von ihr weder nach rechts noch nach links abweichen dürfen, irrt sehr. Im Gegenteil, keine Flexibilität kommt an jene der Halacha heran" (zitiert und übersetzt aus: The Jewish Political Tradition: Authority (Vol. I), hrgs. von Michael Walzer, Menachem Lorberbaum, Yair Lorberbaum, Yale University Press 2000, Seite 296).

 
Schiurim 2008 I: Jüdisches Leben in einer säkularen Gesellschaft

Jüdischen Gemeinden in der Schweiz geht es wie der Reformierten oder der Katholischen Kirche: Sie alle leiden unter abnehmenden Mitgliederzahlen. Wie lässt sich diese Entwicklung erklären? Weshalb verzichtet eine wachsende Zahl von Menschen auf die traditionellen Strukturen der jüdischen Gemeinden oder der Kirche? Werden Religion und Spiritualität dennoch gelebt, und wenn ja, wie und in welchem Rahmen? Gibt es im Judentum Konzepte für jüdisches Leben in einer säkularen Welt? Diese Fragen bilden den Ausgangspunkt für den Zyklus "Jüdisches Leben in einer säkularen Gesellschaft".Die Rolle von Religion in einer säkularen Gesellschaft.

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Schiurim 2007 II: Streiten um des Himmels willen? Jüdische Streitkultur gestern und heute

Basel, Zürich, Lausanne, Berlin oder Prag - wo immer jüdische Menschen zusammenleben, wird gestritten. Längst jedoch geht es nicht mehr allein um Differenzen in der Auslegung biblischer Schriften, wie sie - um des Himmels willen - in der rabbinischen Literatur während Jahrhunderten gepflegt und kultiviert worden ist. Politik, Geld und Macht sind die vorherrschenden Themen geworden.
Verbinden uns Jüdinnen und Juden am Ende nur noch Streit, innerjüdische Debatten und Krisen? Welches sind die Hintergründe von Konflikten und welche Wege könnten in eine konstruktivere Zukunft führen? Die Reihe «Streiten um des Himmels willen?» begibt sich auf die Spuren des Phänomens «jüdische Streitkultur» und dessen mehrtausendjährige Geschichte.

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Schiurim 2007 I: Religion, Volk oder Kultur? Betrachtungen zum Judentum

Wer Jüdinnen und Juden zu ihrer jüdischen Identität befragt, erhält ganz unterschiedliche Antworten. Für die einen steht die Religionspraxis im Vordergrund, für die anderen eine Verwurzelung in der ereignisreichen jüdischen Geschichte. Wieder andere begründen ihre jüdische Identität auf biblischen und rabbinischen Schriften, auf einer ethischen Grundhaltung und Lebensweise, auf jüdischer Kultur, auf Spiritualität oder auf von Generation zu Generation überlieferten lieb gewonnenen Traditionen.
Das alles - und vieles mehr - gehört zu den Facetten des heutigen Judentums, die in diesem Zyklus erforscht werden sollen. Diese Veranstaltungsreihe wirft so einen - unvoll-ständigen - Blick auf die Vielfalt des heutigen Judentums. Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden. Bisherige Themen in dieser Reihe seit Januar 2006 waren: Kultur (Gabrielle Rosenstein), Musik (Prof. Gilead Mishory), Geschichte (Prof. Jacques Picard), Spiritualität in der Basler Chawura (Dr. med. Pierre Loeb), Frauen im orthodoxen Gottesdienst (Dina Herz), Religionspraxis und Assimilation (Prof. Alfred Bodenheimer), Opferung am Beispiel der Akeda Jitzchak/Bindung Isaaks (Michel Bollag), Dreitagejuden (Rabbiner Bea Wyler), Volk (Rabbiner Michael Goldberger) und Jiddisch (Ester Whine).

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Schiurim 2006: Religion, Volk oder Kultur? Betrachtungen zum Judentum

Wer Jüdinnen und Juden zu ihrer jüdischen Identität befragt, erhält ganz unter-schiedliche Antworten. Für die einen steht die Religionspraxis im Vordergrund, für die anderen eine Verwurzelung in der ereignisreichen jüdischen Geschichte. Wieder an-dere begründen ihre jüdische Identität auf biblischen und rabbinischen Schriften, auf einer ethischen Grundhaltung und Lebensweise, auf jüdischer Kultur, auf Spiritualität oder auf von Generation zu Generation überlieferten lieb gewonnenen Traditionen.
Das alles - und vieles mehr - gehört zu den Facetten des heutigen Judentums, die in diesem Zyklus erforscht werden sollen. Diese Veranstaltungsreihe wirft so einen - unvollständigen - Blick auf die Vielfalt des heutigen Judentums. Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden