Schiurim 2007 I: Religion, Volk oder Kultur? Betrachtungen zum Judentum

Wer Jüdinnen und Juden zu ihrer jüdischen Identität befragt, erhält ganz unterschiedliche Antworten. Für die einen steht die Religionspraxis im Vordergrund, für die anderen eine Verwurzelung in der ereignisreichen jüdischen Geschichte. Wieder andere begründen ihre jüdische Identität auf biblischen und rabbinischen Schriften, auf einer ethischen Grundhaltung und Lebensweise, auf jüdischer Kultur, auf Spiritualität oder auf von Generation zu Generation überlieferten lieb gewonnenen Traditionen.
Das alles - und vieles mehr - gehört zu den Facetten des heutigen Judentums, die in diesem Zyklus erforscht werden sollen. Diese Veranstaltungsreihe wirft so einen - unvoll-ständigen - Blick auf die Vielfalt des heutigen Judentums. Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden. Bisherige Themen in dieser Reihe seit Januar 2006 waren: Kultur (Gabrielle Rosenstein), Musik (Prof. Gilead Mishory), Geschichte (Prof. Jacques Picard), Spiritualität in der Basler Chawura (Dr. med. Pierre Loeb), Frauen im orthodoxen Gottesdienst (Dina Herz), Religionspraxis und Assimilation (Prof. Alfred Bodenheimer), Opferung am Beispiel der Akeda Jitzchak/Bindung Isaaks (Michel Bollag), Dreitagejuden (Rabbiner Bea Wyler), Volk (Rabbiner Michael Goldberger) und Jiddisch (Ester Whine).

Themen und ReferentInnen:

Das «Volk des Buches» Edouard Selig
Liberales Judentum Nicole Poëll
Judentum und Feminismus
Dr. Susanne Plietzsch
Aussenansichten Marie-Louise Rütti
im Gespräch mit Billy Meyer
Jüdischer Pluralismus in der Antike Dr. René Bloch
Die koschere Küche Steffi Bollag und Albert Dreyfuss